What the hell is going on?

What the hell is going on?

Das fragt ihr euch bestimmt und ich will mich auch gleich entschuldigen, dass ich mich solange nicht gemeldet habe. Ob ihr es glaubt oder nicht, aber ich bin hier jeden Tag ganz schön beschäftigt.

Erstmal zu dem was ich so erlebt habe:

An dem Wochenende nach Ostern (14.4. – 15.4.), sind wir Freitags kurz entschlossen wieder zu einem Konzert von Mick gefahren. Ihr erinnert euch bestimmt das war ein Kollege aus meinem Büro. Dort war dieses mal mehr los, das bedeutet der Laden war voll. Wir haben getanzt und auch ein, zwei Bierchen getrunken. Es waren alle Trumpf Studenten da und somit wurden wir auch mit einer extra Begrüßung von Mick empfangen und auf der Homepage von der Band (Bandits) gewürdigt ( www.thebanditsrock.com ). Am nächsten Tag hab ich mal wieder ausgeschlafen, kommt hier echt selten dazu. Der Samstagabend wurde bei einem Bier im Studentshome verbracht (Praktikanten WG von Trumpf bezahlt). Dort wurde über weitere Reisen und das Leben philosophiert, also eher ein ruhiger Abend. Sonntags war mal wieder Regenwetter angesagt und wir sind in eine Mall gefahren. Das einzige was in Amerika günstiger ist sind Markenklamotten, aber ich konnte mich gerade noch zurück halten.

In der darauf folgenden Woche hab ich mich intensiv der Autosuche gewidmet. Ich bin bei einem Autohändler fündig geworden und hab mir eine Ford Taurus Combi (Baujahr 1991) rausgesucht, also gewissermaßen dasselbe Auto wie vorher nur als Combi. Wie ich gleich nach der Probefahrt feststellen musste, war dieser in erheblich besserem Zustand als mein Alter. Der Verkäufer wollte dafür noch satte 1200$, aber ich hab ihn auf 900$ runter gehandelt. Am gleichen Abend machte ich eine Anzahlung von 400$ und bekam eine Quittung in Form eines kleinen Zettels auf dem etwas Unleserliches stand. Ich bin ja nicht gerade ängstlich, aber in der Nacht konnte ich schlecht schlafen. Am nächsten Tag bin ich nach der Arbeit gleich wieder hin und glücklicher Weise war der Typ auch da und ich gab ihm das restliche Geld und er mir die notwendigen Papiere. Man sollte dazu sagen, dass es kein Autohaus oder so was war sondern eher ein Parkplatz auf dem Autos verkauft wurden.

Eine Sorge los, kam auch gleich die nächste, wie bekomme ich das alte Auto los? Leider bekommt man hier in Amerika so genannte „Title“ (so was wie Fahrzeugscheine) erst nach ein paar Monaten, somit muss ich noch etwas warten bis ich die Karre verkaufen kann. Auf jeden Fall bin ich jetzt sicher auf den Straßen unterwegs.

Am nächsten Wochenende (21.4. – 22.4.) hatten wir versprochen zu „Bandwaggon“ zu gehen. Das ist eine andere Band von einem anderen Kollegen (Chad) aus meinem Büro. Er hat uns auch angeboten bei ihm zu schlafen, also sagten wir zu. Der Chad ist ein bisschen jünger als Mick, von daher war die Musik auch aktueller. Dieser Freitag wurde also wieder mit Tanzen und ein paar Bier verbracht.  Nach dem Konzert wollten wir zu Chad nach Hause, da seine Mutter schon mit einer riesigen Pizza wartete. Chad musste noch abbauen, also sind wir schon mal losgefahren. Fünfzehn Minuten sollte das Haus weg sein, doch nach sag und schreibe 1,5h Irrfahrt sind wir total frustriert zurück nach Farmington gefahren. Um dem Abend keinen Abbruch zu machen fuhren wir alle ins Studentshome und schliefen dort. Am nächsten Morgen (gegen 11Uhr), waren Pascal und Evelyn die ersten, die wach waren und Frühstück holten. Nach dem Frühstück und ein paar Stunden labern, entschieden wir uns für ein BBQ am Abend. Ich muss dazu sagen, dass es war erste wirklich warme Wochenende war seit dem ich hier bin. Gesagt, getan, Christian, ich und Evelyn sind Grillzeug holen gefahren und dann haben wir uns alle (6 Personen) bei Christian zu Hause getroffen. Insgesamt war es ein sehr schöner Abend und wir hatten viel Spaß. Einer der Studenten heißt Ansgar und ist ein Freizeit Klettertrainer und beim BBQ haben wir uns aus einer Bierlaune raus entschieden, am Sonntag mal Klettern zu gehen. Also ging es zu einem Nahe gelegen Kletterfelsen. Nach einer kurzen Einführung ging es sofort los mit einer Abseilübung. Jeder der mich kennt weiß, dass ich unter Höhenangst leide. Dem entsprechend hab ich auch bei dem ca. 20m Abstieg geschwitzt. Aber es kommt noch schlimmer, danach mussten wir die ganze Strecke wieder nach oben. Nach ein paar Tipps von Ansgar machte ich mich auf den Weg. Noch ein bisschen mehr durchgeschwitzt, als vorher, kam ich oben an und war doch schon etwas stolz auf mich.

Nach dem das Wetter endlich schön ist, spielen wir (Trumpfmitarbeiter) jetzt immer mittwochs Fußball. Somit ist mein Wochenplan noch voller als vorher, d.h. Dienstags und Donnerstags Fitnessstudio und wie schon gesagt Mittwochs Fußball.

Am nächsten Wochenende hatte sich Michael Göbel, einige werden ihn kennen, angesagt. Er macht gerade Praktikum in New York und wir wollten die Chance nutzen uns mal zu treffen. Da es bei mir in der Gegend keine Highlights zu sehen, entschieden wir uns nach Boston zu fahren. Er kam also am Freitag (27.4.) in Hartford an und schlief eine Nacht bei mir. Samstag sind wir dann in aller Früh und nachdem wir noch Julius und Christian Schmidt (beide Praktikanten) abgeholt haben, auf nach Boston. Dort haben wir uns ganz gemütlich die Stadt angeschaut, welche wirklich schön ist. Am Abend haben wir uns auf der Suche nach einer guten ein paar „Jugendlichen“ angeschlossen und sind in einem Club gelandet. Am Anfang waren wir voll enttäuscht, denn es kam nur HipHop, aber nach einer viertel Stunde spielte eine echt gute Live Band und wir haben mal wieder abgedanced. Mit einem leichten Kater sind wir am nächsten Tag noch ein bisschen in Boston rum gelaufen und gegen Nachmittag wieder nach Hause bzw. haben vorher Micha in Hartford zum Zug gebracht.

Nach einer weiteren Woche mit Arbeit, welche wirklich schnell rum gehen, war wieder Wochenende (05.05. – 06.05.). Diesmal war New York in Verbindung mit Sport angesagt. Samstag früh sind wir los nach N.Y. zu Micha, welcher uns ein paar sehr schöne Stellen gezeigt hat. Am besten fand ich den „Times Square“ am Abend. So viele Lichter und Reklame hab ich noch nicht in einer Straße gesehen, wirklich sehenswert. Wo mir auch den Schauer über den Rücken lief, war der „Ground Zero“, man sieht quasi nix, aber sieht immer die Bilder aus dem Fernsehen vor sich und stellt sich vor wie es war. Am nächsten Tag hieß es 6Uhr aufstehen, denn ich, Christian Schmidt (wir beide haben bei Micha geschlafen), Ansgar, Anett, Evelyn, Ruben, Volker, Christian Lang, Adam, Robert und Robert nahmen am „Five Boro“ teil. Das ist eine Radtour durch alle fünf Stadteile New Yorks (Manhattan, Bronx, Queens, Brooklyn und Long Island), auf der Straßen gesperrt sind und welche 42 Meilen lang ist. Um Acht Uhr sollte es losgehen, aber bei 42000 Teilnehmern kann sich schon mal der Start verzögern und es ging erst eine Stunde später los. Leicht durch gefroren fuhr ich los, denn so früh ist es noch kalt und da keine Sonne zwischen die Straßen Manhattans kommt (durch die Wolkenkratzer), wurde es auch nicht wärmer. Uns war klar, dass wir uns wahrscheinlich in dem Trubel verlieren werden, daher war unser erster Treffpunkt nach ca. 20 Meilen an einer Pausenstation. Denn restlichen Weg sind wir halbwegs zusammen gefahren. Nach ca. 7h (mit Pausen) sind wir im Ziel angekommen und ich konnte absolut nicht mehr auf dem Fahrrad sitzen. Ich fahre quasi nur einmal im Jahr Fahrrad und das ist am Männertag, von daher habe ich nicht soviel Sitzfleisch. Es war aber wirklich geil und ich würde es auf jeden Fall wieder machen. Nachdem wir im Ziel waren mussten wir noch 1,5h warten um mit der Fähre von Long Island nach Manhattan zu kommen, aber es lohnte sich denn der Blick auf die „Statue of Liberty“ und die Manhattan Skyline war echt atemberaubend. Zusammenfassend muss ich sagen das New York so viele Gesichter hat und es sich wirklich lohnt dort mal vorbei zu schauen.

So das waren die letzten vier Wochenenden und ich hoffe keiner ist beim durchlesen eingeschlafen. Sorry noch mal, dass ich so lange nicht geschrieben hatte, aber es ist echt schwierig mal ein paar Minuten der Muse zu finden. Bilder werde ich nachreichen, leider nur per e-mail da ich noch keine Zeit hatte das Problem mit der Website zu beheben. Falls ihr wieder Fragen habt, „feel free to ask“!

Bis dahin grüße an alle und gebt allen die Website, die mich kennen und was erfahren wollen.

Gruß,

Matze

10.5.07 13:46

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ines Graupner / Website (10.5.07 15:26)
Also keine Angst ich bin nicht eingeschlafen beim lesen, ich finde es einfach nur geil was Ihr da so unternehmt und erlebt

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