Ostern

Hallo zusammen,

 

und für die, die ich vergessen hatte noch nachträglich frohe Ostern. Diesmal kommt der Bericht etwas später, aber aus gutem Grund. Wie ja schon erwähnt war letztes Wochenende Ostern. Hier in Amerika hat man aber nur am Karfreitag („Good Friday&ldquo frei. Wir, das heißt Christian Schmidt, Pascal, Anett, Evelyn und ich, starteten am Freitag um 5Uhr früh in einem Auto nach Philadelphia. Zum Glück hatten wir keinen Stau und kamen nach ca. fünf Stunden an. Als erstes suchten wir unser Hostel (Jugendherberge), welches etwas am Stadtrand lag. Leider konnten wir noch nicht einchecken, da es noch zu früh war, deshalb machten wir uns auf  den Weg nach Downtown. Dort suchten wir einen Parkplatz, der nur im Parkhaus zu finden war. Danach machten wir uns auf den Weg zur Constitution Hall, in welcher die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben wurde, was ich selbst auch nicht wusste. Des Weiteren war Philadelphia in den Anfängen Amerikas für ganze zehn Jahre die Hauptstadt, aber zurück zum Trip. Da aber Ostern war und nicht nur wir frei war alles überfüllt und es gab auch keine Tickets für die Contitution Hall mehr. Deshalb sind wir in den alten Supreme Court (Gerichtsgebäude) und die City Hall (ähnlich dem Bundestag) gegangen. War schon mal interessant zu sehen wie das früher so ablief. Dann sind wir erstmal ein bisschen durch die Stadt gegangen und kamen zu einem Kunstmuseum. Was sahen meine Äuglein? Richtig die Statue von „Rocky“ (dem Boxerfilm). Nach zahlreichen Fotos, welche die berühmte Szene aus dem Film darstellten, beschlossen wir auch mal das Museum anzusehen. Leider muss ich sagen, dass ich mir unter einem Kunstmuseum etwas anderes vorgestellt hatte. Lediglich 20% der Sachen, welche ausgestellt waren, waren Kunstwerke. Der Rest waren Sachen aus der ganzen Welt, von Rüstungen über Möbel bis zu Gläsern. Als wir dann das Museum verließen, war es schon dunkel und wir konnten die Skyline von Philadelphia bewundern. Nach diesem langen Tag war es Zeit für ein Bier, darum machten wir uns sofort auf den Weg in die nächste Bar. Kaum zu glauben, aber das Bier schmeckte sogar (O´reilys hieß das glaub ich). Gegen 23 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Hostel, denn man musste bis 24uhr einchecken. Der Abschluss des Tages war nicht so schön, denn wir hatten noch einen kleinen Unfall. An einer Kreuzung standen wir hinter einem Bus, welcher bei grün losfuhr und wir ihm folgten. Aus unerfindlichem Grund bremste der Bus ab, wir auch und als er weiterfuhr, machten wir dasselbe. Mitten auf der Kreuzung kam dann ein Auto von der rechten Seite, wir versuchten zwar auszuweichen, aber er fuhr uns trotzdem vorn in die Seite. Natürlich hielten wir sofort an und die Polizei wurde gerufen. Zum Glück hatten wir nur einen Kratzer bzw. nichts Schlimmes, aber der andere hatte sich die Stossstange kaputt gefahren. Der Polizist nahm mehr oder weniger die Aussagen auf und wir durften weiter fahren. Wer jetzt Schuld hatte wurde nicht geklärt, dass fechten hier die Versicherungen aus. Pascal hatte die Frau an der Rezeption des Hostels angerufen und ihr Bescheid gegeben, dass wir etwas später kommen. Glück für uns, denn sie hatte gewartet bis wir ankamen. Sie war zwar etwas Sauer, aber wir hatten ein Zimmer. In meiner weisen Voraussicht hatte ich vier Bier von zu Hause mitgebracht, somit gab es noch einen Schlaftrunk, auch für den Fahrer. 

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Washington. Diesmal waren wir innerhalb von 2,5h an unserem Hostel und konnten auch gleich einchecken. Trotz der schnellen Fahrt zeigte die Uhr schon 14Uhr. Der erste Gang war zur National Mall, was kein Einkaufszentrum ist sondern ein riesiger Park an dem bzw. in dem sich zahlreiche Monumente und das Capitol (Senat) befinden. Es dauerte einige Stunden sich alles an zu sehen, inbegriffen das Weiße Haus. In dieses konnte man leider nicht rein, da Ausländer seit dem 11. September keinen Zutritt mehr haben. Nichts desto trotz ist alles sehr beeindruckend  gewesen. Gegen Acht Uhr bekamen wir Hunger und suchten in China Town, na was wohl, einen Chinesen auf. Als wir fertig waren, mir hat es sehr gut geschmeckt trotz Reis, und gingen, sahen wir am Ausgang ein Aquarium und neben vielen munteren Fischen auch ein paar Tote. Mit flauem Gefühl im Magen versuchten wir noch eine Bar zu finden, was in Chinatown Washington ziemlich schwierig ist. Zum Glück haben wir jemand auf der Straße nach einem Kneipenviertel gefragt und der hat uns gleich geraten mit dem Taxi nach „Samuel Morgan“ (hoffe das hieß so) zu fahren. Gesagt, getan und schon befanden wir uns auf der Kneipenmeile von Washington. Wir fanden eine Bar nach unserem Geschmack und bestellten gleich ein Pitscher (ca. 2l Krug voll Bier, gut für mehrere Leute und billiger). Es dauerte nicht lange und wir kamen mit anderen Leuten ins Gespräch. Ich unterhielt mich mit Roshan Patel dem Deputy Road Show Director vom Senator von New Mexico, was auch immer das bedeutet. Nach sieben Pitschern und einer Runde Jägermeister, welchen wir ausgegeben bekamen, haben wir die Bar verlassen und sind mit dem Taxi ins Hostel zurück. Das war auf jeden Fall der Beste Abend seit langem, ich hatte viel Spaß und das Bier war auch nicht schlecht.

Der nächste Morgen begann mit einer heißen Dusche und einem Tee. Danach haben wir noch einen Besuch im National Air and Space Museum (Luft und Raumfahrt) gehabt. Gegen Mittag bzw. früher Nachmittag machten wir uns auf den Heimweg. Sechs Stunden später war Christian Schmidt, der Fahrer, ziemlich kaputt und ich übernahm das Steuer. Nach weiteren zwei Stunden kamen wir endlich wieder in Farmington an. Mittlerweile war es 23.30Uhr und ich ging sofort ins Bett, denn es war schon ein ziemlich anstrengendes Wochenende.

Gibt es irgendwas etwas Neues in Deutschland, Altenburg oder sonst wo, dann lasst es mich wissen, denn ich erfahr hier fast nix.

Viele Grüße an alle und lasst es euch gut gehen,

Matthias

 

12.4.07 15:36

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