zweite Woche

Hi,

wie schon im letzten Artikel geschrieben braucht man hier unbedingt ein Auto, daher bin ich am Montag (19.3.07) wieder aufs Social Security Department um meine „Sozialversicherungsnummer“, ohne die hier gar nix geht, ab zu holen. Ich bekam sie auch gleich, daher sind ich und Anett, auch eine Praktikantin, am Dienstag zum Department of Motor Vehicle  gefahren. Zuerst muss man sich den Europäischen Führerschein in einen Connecticut Führerschein umschreiben lassen um das Auto anmelden zu können. Nach langem warten und einem Sehtest hielt ich ihn dann endlich in meinen Händen. Weitere zwei Stunden später bekam ich auch meine Nummernschilder und meiner ersten Autofahrt im eigenen Auto stand nix mehr im Weg. Hierzu muss ich sagen, dass ich mit dem EU-Führerschein in den USA schon Autofahren darf, aber kein Auto anmelden kann. Ihr seht es gibt nicht nur Bürokratie in Deutschland. Im Übrigen durften wir die ganze Anmeldung usw. während der Arbeitszeit machen. Am Nachmittag hab ich die Nummernschilder gleich ans Auto geschraubt und los ging die Fahrt. Eine Stunde hab ich die Gegend erkundet und es hat voll Spass gemacht. Wie nicht anders erwartet, quietscht und klappert mein „kleiner“ Ford an allen Ecken und Enden, aber er fährt J ! Soweit so gut, alles lief und es gab keine Probleme. Am Donnerstagmorgen wollte ich dann wieder auf Arbeit und steig, noch etwas verschlafen, in den Taurus ein und will ihn starten, siehe da er gab keinen Laut von sich. Etwas irritiert probierte ich es gleich noch mal und sah auch schon, dass das Licht im Auto an Helligkeit abnahm. Na klar die  Batterie, kam mir auch gleich in den Sinn. Also einen anderen Praktikanten angerufen, den Christian, und der kam auch gleich Vorbei um mir Starthilfe zu geben. Aber Pusteblume, außer einem krächzen war nix rauszuholen. Naja, dachte ich hilft nix, erstmal auf Arbeit. Wie ihr ja wisst bin ich nun nicht gerade der mit viel Erfahrung mit Autos. Aber für mich klang das krächzen nach dem Anlasser und für Christian übrigens auch. Als ich die Geschichte auf Arbeit erzählt habe wurde ich gleich an einen Autofreak weiter empfohlen, welcher meinte: erstmal neue Batterie und beten das es nicht der Anlasser ist! Gesagt, getan, nach der Arbeit gleich zum Wallmart und ne neue Batterie gekauft und eingebaut. Gleich beim ersten Start schnurrte das Auto wie ein Kätzchen und gleich mit. Da hatte ich echt noch mal Glück gehabt.

Da das Auto nun wieder lief, wurde der Freitagabend geplant. Ein Mitarbeiter in meinem Büro, der Mick, hat eine Band und mich und alle Praktikanten zu einem Auftritt in einem Pup eingeladen. Klang gut, deshalb hab ich gleich allen Bescheid gesagt und mich als Fahrer angeboten. Bis ich am Abend alle eingesammelt hatte, wir waren fünf Personen im Auto, verging eine Stunde. Als wir ankamen sah man sofort, dass es ein Metallclub war und nur ca. zwanzig weitere Personen da waren, ca. acht von ihnen ebenfalls Trumpf Mitarbeiter. Aber es wurde ein geiler Abend, die Band spielte von the Doors über Jimmy Hendrix alles und wir tanzten. Um zwei war dann Schluss und wir machten uns auf den Nachhauseweg.

Am Samstag hieß es wieder 7.30Uhr raus, denn fünf von den Praktikanten (auch ich), wollten einen Trip machen. Es ging erstmal Richtung Süden nach Mystic ins Marinelife Aquarium. Dort konnte man Robben, Wale und andere Meeresbewohner bestaunen. Ich muss sagen es war wirklich schön, ich konnte sogar einen Seestern anfassen. Es war viel für Kinder zu sehen und selbst ich kam nicht aus dem Staunen heraus. Danach sind wir noch nach New London gefahren und haben uns die „Altstadt“ angeschaut, welche für amerikanische Verhältnisse, wirklich alt erschien. Im Übrigen haben wir auch das Meer gesehen und wollten auf einen alten Leuchtturm. Dieser war aber geschlossen und nur ca. 10m hoch, war aber trotzdem eine schöne Gegend. Noch mal was am Rande, wir sind selbst zum Opfer einen Hightech Navigationssystems geworden. Der Fahrer (Michael) hatte sich nämlich eins von der Gastfamilie geborgt und es funktionierte den ganzen Tag äußerst zuverlässig. Als wir am Abend auf dem Nachhauseweg noch mal zu „Ruby Tuesday“ (bessere Fastfoodkette) wollten und dies eingaben, hat uns das verdammte Ding in einen Wald geführt und plötzlich im nirgendwo gesagt: „Sie haben ihr Fahrtziel erreicht“. Wir konnten zum Glück nur drüber lachen, sind umgedreht und haben uns was anderes gesucht. Das war mein erster Trip in den USA und hat mir sehr viel Spaß gemacht. Mal sehen was nächste Woche so anliegt ?!

Bis dahin viele Grüße an alle und schreibt mal so was in der Heimat abgeht!

Matthias

25.3.07 19:54

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ines Graupner / Website (26.3.07 07:50)
Ich finde deine beiträge einfach spitze, mach wieter so es ist seht interresant


Frank Große (26.3.07 08:07)
moin matze, klingt als hättest du dich fast schon eingelebt.

wünsch dir wieterhin viel spaß und fahr vorsichtig!

Bis später


Martin König (27.3.07 10:22)
Servus Matze,
na da fährst du ja nen heißen Ofen ;-)
Wünsch Dir weiterhin Viel Spaß und Erfolg !!!
cYa Martin
PS.: Wie sind die Mädls so ? |-]

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen