Hallo zusammen,

ich bin jetzt unter:

http://www.myspace.com/etcmatze

zu finden! Also schaut vorbei!

15.7.07 23:14, kommentieren

What the hell is going on?

What the hell is going on?

Das fragt ihr euch bestimmt und ich will mich auch gleich entschuldigen, dass ich mich solange nicht gemeldet habe. Ob ihr es glaubt oder nicht, aber ich bin hier jeden Tag ganz schön beschäftigt.

Erstmal zu dem was ich so erlebt habe:

An dem Wochenende nach Ostern (14.4. – 15.4.), sind wir Freitags kurz entschlossen wieder zu einem Konzert von Mick gefahren. Ihr erinnert euch bestimmt das war ein Kollege aus meinem Büro. Dort war dieses mal mehr los, das bedeutet der Laden war voll. Wir haben getanzt und auch ein, zwei Bierchen getrunken. Es waren alle Trumpf Studenten da und somit wurden wir auch mit einer extra Begrüßung von Mick empfangen und auf der Homepage von der Band (Bandits) gewürdigt ( www.thebanditsrock.com ). Am nächsten Tag hab ich mal wieder ausgeschlafen, kommt hier echt selten dazu. Der Samstagabend wurde bei einem Bier im Studentshome verbracht (Praktikanten WG von Trumpf bezahlt). Dort wurde über weitere Reisen und das Leben philosophiert, also eher ein ruhiger Abend. Sonntags war mal wieder Regenwetter angesagt und wir sind in eine Mall gefahren. Das einzige was in Amerika günstiger ist sind Markenklamotten, aber ich konnte mich gerade noch zurück halten.

In der darauf folgenden Woche hab ich mich intensiv der Autosuche gewidmet. Ich bin bei einem Autohändler fündig geworden und hab mir eine Ford Taurus Combi (Baujahr 1991) rausgesucht, also gewissermaßen dasselbe Auto wie vorher nur als Combi. Wie ich gleich nach der Probefahrt feststellen musste, war dieser in erheblich besserem Zustand als mein Alter. Der Verkäufer wollte dafür noch satte 1200$, aber ich hab ihn auf 900$ runter gehandelt. Am gleichen Abend machte ich eine Anzahlung von 400$ und bekam eine Quittung in Form eines kleinen Zettels auf dem etwas Unleserliches stand. Ich bin ja nicht gerade ängstlich, aber in der Nacht konnte ich schlecht schlafen. Am nächsten Tag bin ich nach der Arbeit gleich wieder hin und glücklicher Weise war der Typ auch da und ich gab ihm das restliche Geld und er mir die notwendigen Papiere. Man sollte dazu sagen, dass es kein Autohaus oder so was war sondern eher ein Parkplatz auf dem Autos verkauft wurden.

Eine Sorge los, kam auch gleich die nächste, wie bekomme ich das alte Auto los? Leider bekommt man hier in Amerika so genannte „Title“ (so was wie Fahrzeugscheine) erst nach ein paar Monaten, somit muss ich noch etwas warten bis ich die Karre verkaufen kann. Auf jeden Fall bin ich jetzt sicher auf den Straßen unterwegs.

Am nächsten Wochenende (21.4. – 22.4.) hatten wir versprochen zu „Bandwaggon“ zu gehen. Das ist eine andere Band von einem anderen Kollegen (Chad) aus meinem Büro. Er hat uns auch angeboten bei ihm zu schlafen, also sagten wir zu. Der Chad ist ein bisschen jünger als Mick, von daher war die Musik auch aktueller. Dieser Freitag wurde also wieder mit Tanzen und ein paar Bier verbracht.  Nach dem Konzert wollten wir zu Chad nach Hause, da seine Mutter schon mit einer riesigen Pizza wartete. Chad musste noch abbauen, also sind wir schon mal losgefahren. Fünfzehn Minuten sollte das Haus weg sein, doch nach sag und schreibe 1,5h Irrfahrt sind wir total frustriert zurück nach Farmington gefahren. Um dem Abend keinen Abbruch zu machen fuhren wir alle ins Studentshome und schliefen dort. Am nächsten Morgen (gegen 11Uhr), waren Pascal und Evelyn die ersten, die wach waren und Frühstück holten. Nach dem Frühstück und ein paar Stunden labern, entschieden wir uns für ein BBQ am Abend. Ich muss dazu sagen, dass es war erste wirklich warme Wochenende war seit dem ich hier bin. Gesagt, getan, Christian, ich und Evelyn sind Grillzeug holen gefahren und dann haben wir uns alle (6 Personen) bei Christian zu Hause getroffen. Insgesamt war es ein sehr schöner Abend und wir hatten viel Spaß. Einer der Studenten heißt Ansgar und ist ein Freizeit Klettertrainer und beim BBQ haben wir uns aus einer Bierlaune raus entschieden, am Sonntag mal Klettern zu gehen. Also ging es zu einem Nahe gelegen Kletterfelsen. Nach einer kurzen Einführung ging es sofort los mit einer Abseilübung. Jeder der mich kennt weiß, dass ich unter Höhenangst leide. Dem entsprechend hab ich auch bei dem ca. 20m Abstieg geschwitzt. Aber es kommt noch schlimmer, danach mussten wir die ganze Strecke wieder nach oben. Nach ein paar Tipps von Ansgar machte ich mich auf den Weg. Noch ein bisschen mehr durchgeschwitzt, als vorher, kam ich oben an und war doch schon etwas stolz auf mich.

Nach dem das Wetter endlich schön ist, spielen wir (Trumpfmitarbeiter) jetzt immer mittwochs Fußball. Somit ist mein Wochenplan noch voller als vorher, d.h. Dienstags und Donnerstags Fitnessstudio und wie schon gesagt Mittwochs Fußball.

Am nächsten Wochenende hatte sich Michael Göbel, einige werden ihn kennen, angesagt. Er macht gerade Praktikum in New York und wir wollten die Chance nutzen uns mal zu treffen. Da es bei mir in der Gegend keine Highlights zu sehen, entschieden wir uns nach Boston zu fahren. Er kam also am Freitag (27.4.) in Hartford an und schlief eine Nacht bei mir. Samstag sind wir dann in aller Früh und nachdem wir noch Julius und Christian Schmidt (beide Praktikanten) abgeholt haben, auf nach Boston. Dort haben wir uns ganz gemütlich die Stadt angeschaut, welche wirklich schön ist. Am Abend haben wir uns auf der Suche nach einer guten ein paar „Jugendlichen“ angeschlossen und sind in einem Club gelandet. Am Anfang waren wir voll enttäuscht, denn es kam nur HipHop, aber nach einer viertel Stunde spielte eine echt gute Live Band und wir haben mal wieder abgedanced. Mit einem leichten Kater sind wir am nächsten Tag noch ein bisschen in Boston rum gelaufen und gegen Nachmittag wieder nach Hause bzw. haben vorher Micha in Hartford zum Zug gebracht.

Nach einer weiteren Woche mit Arbeit, welche wirklich schnell rum gehen, war wieder Wochenende (05.05. – 06.05.). Diesmal war New York in Verbindung mit Sport angesagt. Samstag früh sind wir los nach N.Y. zu Micha, welcher uns ein paar sehr schöne Stellen gezeigt hat. Am besten fand ich den „Times Square“ am Abend. So viele Lichter und Reklame hab ich noch nicht in einer Straße gesehen, wirklich sehenswert. Wo mir auch den Schauer über den Rücken lief, war der „Ground Zero“, man sieht quasi nix, aber sieht immer die Bilder aus dem Fernsehen vor sich und stellt sich vor wie es war. Am nächsten Tag hieß es 6Uhr aufstehen, denn ich, Christian Schmidt (wir beide haben bei Micha geschlafen), Ansgar, Anett, Evelyn, Ruben, Volker, Christian Lang, Adam, Robert und Robert nahmen am „Five Boro“ teil. Das ist eine Radtour durch alle fünf Stadteile New Yorks (Manhattan, Bronx, Queens, Brooklyn und Long Island), auf der Straßen gesperrt sind und welche 42 Meilen lang ist. Um Acht Uhr sollte es losgehen, aber bei 42000 Teilnehmern kann sich schon mal der Start verzögern und es ging erst eine Stunde später los. Leicht durch gefroren fuhr ich los, denn so früh ist es noch kalt und da keine Sonne zwischen die Straßen Manhattans kommt (durch die Wolkenkratzer), wurde es auch nicht wärmer. Uns war klar, dass wir uns wahrscheinlich in dem Trubel verlieren werden, daher war unser erster Treffpunkt nach ca. 20 Meilen an einer Pausenstation. Denn restlichen Weg sind wir halbwegs zusammen gefahren. Nach ca. 7h (mit Pausen) sind wir im Ziel angekommen und ich konnte absolut nicht mehr auf dem Fahrrad sitzen. Ich fahre quasi nur einmal im Jahr Fahrrad und das ist am Männertag, von daher habe ich nicht soviel Sitzfleisch. Es war aber wirklich geil und ich würde es auf jeden Fall wieder machen. Nachdem wir im Ziel waren mussten wir noch 1,5h warten um mit der Fähre von Long Island nach Manhattan zu kommen, aber es lohnte sich denn der Blick auf die „Statue of Liberty“ und die Manhattan Skyline war echt atemberaubend. Zusammenfassend muss ich sagen das New York so viele Gesichter hat und es sich wirklich lohnt dort mal vorbei zu schauen.

So das waren die letzten vier Wochenenden und ich hoffe keiner ist beim durchlesen eingeschlafen. Sorry noch mal, dass ich so lange nicht geschrieben hatte, aber es ist echt schwierig mal ein paar Minuten der Muse zu finden. Bilder werde ich nachreichen, leider nur per e-mail da ich noch keine Zeit hatte das Problem mit der Website zu beheben. Falls ihr wieder Fragen habt, „feel free to ask“!

Bis dahin grüße an alle und gebt allen die Website, die mich kennen und was erfahren wollen.

Gruß,

Matze

2 Kommentare 10.5.07 13:46, kommentieren

Ostern

Hallo zusammen,

 

und für die, die ich vergessen hatte noch nachträglich frohe Ostern. Diesmal kommt der Bericht etwas später, aber aus gutem Grund. Wie ja schon erwähnt war letztes Wochenende Ostern. Hier in Amerika hat man aber nur am Karfreitag („Good Friday&ldquo frei. Wir, das heißt Christian Schmidt, Pascal, Anett, Evelyn und ich, starteten am Freitag um 5Uhr früh in einem Auto nach Philadelphia. Zum Glück hatten wir keinen Stau und kamen nach ca. fünf Stunden an. Als erstes suchten wir unser Hostel (Jugendherberge), welches etwas am Stadtrand lag. Leider konnten wir noch nicht einchecken, da es noch zu früh war, deshalb machten wir uns auf  den Weg nach Downtown. Dort suchten wir einen Parkplatz, der nur im Parkhaus zu finden war. Danach machten wir uns auf den Weg zur Constitution Hall, in welcher die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben wurde, was ich selbst auch nicht wusste. Des Weiteren war Philadelphia in den Anfängen Amerikas für ganze zehn Jahre die Hauptstadt, aber zurück zum Trip. Da aber Ostern war und nicht nur wir frei war alles überfüllt und es gab auch keine Tickets für die Contitution Hall mehr. Deshalb sind wir in den alten Supreme Court (Gerichtsgebäude) und die City Hall (ähnlich dem Bundestag) gegangen. War schon mal interessant zu sehen wie das früher so ablief. Dann sind wir erstmal ein bisschen durch die Stadt gegangen und kamen zu einem Kunstmuseum. Was sahen meine Äuglein? Richtig die Statue von „Rocky“ (dem Boxerfilm). Nach zahlreichen Fotos, welche die berühmte Szene aus dem Film darstellten, beschlossen wir auch mal das Museum anzusehen. Leider muss ich sagen, dass ich mir unter einem Kunstmuseum etwas anderes vorgestellt hatte. Lediglich 20% der Sachen, welche ausgestellt waren, waren Kunstwerke. Der Rest waren Sachen aus der ganzen Welt, von Rüstungen über Möbel bis zu Gläsern. Als wir dann das Museum verließen, war es schon dunkel und wir konnten die Skyline von Philadelphia bewundern. Nach diesem langen Tag war es Zeit für ein Bier, darum machten wir uns sofort auf den Weg in die nächste Bar. Kaum zu glauben, aber das Bier schmeckte sogar (O´reilys hieß das glaub ich). Gegen 23 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Hostel, denn man musste bis 24uhr einchecken. Der Abschluss des Tages war nicht so schön, denn wir hatten noch einen kleinen Unfall. An einer Kreuzung standen wir hinter einem Bus, welcher bei grün losfuhr und wir ihm folgten. Aus unerfindlichem Grund bremste der Bus ab, wir auch und als er weiterfuhr, machten wir dasselbe. Mitten auf der Kreuzung kam dann ein Auto von der rechten Seite, wir versuchten zwar auszuweichen, aber er fuhr uns trotzdem vorn in die Seite. Natürlich hielten wir sofort an und die Polizei wurde gerufen. Zum Glück hatten wir nur einen Kratzer bzw. nichts Schlimmes, aber der andere hatte sich die Stossstange kaputt gefahren. Der Polizist nahm mehr oder weniger die Aussagen auf und wir durften weiter fahren. Wer jetzt Schuld hatte wurde nicht geklärt, dass fechten hier die Versicherungen aus. Pascal hatte die Frau an der Rezeption des Hostels angerufen und ihr Bescheid gegeben, dass wir etwas später kommen. Glück für uns, denn sie hatte gewartet bis wir ankamen. Sie war zwar etwas Sauer, aber wir hatten ein Zimmer. In meiner weisen Voraussicht hatte ich vier Bier von zu Hause mitgebracht, somit gab es noch einen Schlaftrunk, auch für den Fahrer. 

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Washington. Diesmal waren wir innerhalb von 2,5h an unserem Hostel und konnten auch gleich einchecken. Trotz der schnellen Fahrt zeigte die Uhr schon 14Uhr. Der erste Gang war zur National Mall, was kein Einkaufszentrum ist sondern ein riesiger Park an dem bzw. in dem sich zahlreiche Monumente und das Capitol (Senat) befinden. Es dauerte einige Stunden sich alles an zu sehen, inbegriffen das Weiße Haus. In dieses konnte man leider nicht rein, da Ausländer seit dem 11. September keinen Zutritt mehr haben. Nichts desto trotz ist alles sehr beeindruckend  gewesen. Gegen Acht Uhr bekamen wir Hunger und suchten in China Town, na was wohl, einen Chinesen auf. Als wir fertig waren, mir hat es sehr gut geschmeckt trotz Reis, und gingen, sahen wir am Ausgang ein Aquarium und neben vielen munteren Fischen auch ein paar Tote. Mit flauem Gefühl im Magen versuchten wir noch eine Bar zu finden, was in Chinatown Washington ziemlich schwierig ist. Zum Glück haben wir jemand auf der Straße nach einem Kneipenviertel gefragt und der hat uns gleich geraten mit dem Taxi nach „Samuel Morgan“ (hoffe das hieß so) zu fahren. Gesagt, getan und schon befanden wir uns auf der Kneipenmeile von Washington. Wir fanden eine Bar nach unserem Geschmack und bestellten gleich ein Pitscher (ca. 2l Krug voll Bier, gut für mehrere Leute und billiger). Es dauerte nicht lange und wir kamen mit anderen Leuten ins Gespräch. Ich unterhielt mich mit Roshan Patel dem Deputy Road Show Director vom Senator von New Mexico, was auch immer das bedeutet. Nach sieben Pitschern und einer Runde Jägermeister, welchen wir ausgegeben bekamen, haben wir die Bar verlassen und sind mit dem Taxi ins Hostel zurück. Das war auf jeden Fall der Beste Abend seit langem, ich hatte viel Spaß und das Bier war auch nicht schlecht.

Der nächste Morgen begann mit einer heißen Dusche und einem Tee. Danach haben wir noch einen Besuch im National Air and Space Museum (Luft und Raumfahrt) gehabt. Gegen Mittag bzw. früher Nachmittag machten wir uns auf den Heimweg. Sechs Stunden später war Christian Schmidt, der Fahrer, ziemlich kaputt und ich übernahm das Steuer. Nach weiteren zwei Stunden kamen wir endlich wieder in Farmington an. Mittlerweile war es 23.30Uhr und ich ging sofort ins Bett, denn es war schon ein ziemlich anstrengendes Wochenende.

Gibt es irgendwas etwas Neues in Deutschland, Altenburg oder sonst wo, dann lasst es mich wissen, denn ich erfahr hier fast nix.

Viele Grüße an alle und lasst es euch gut gehen,

Matthias

 

1 Kommentar 12.4.07 15:36, kommentieren

Good Day

Good Day,

seit Dienstag mach ich endlich mal wieder was für meinen Körper. Ich bin jetzt Mitglied im Malibu Fitnessstudio. Das hat erst vor einem Jahr aufgemacht und ist daher auf dem neusten Stand der Dinge. Es ist auf jeden Fall sehr gut nach einem Arbeitstag an dem man die meiste Zeit sitzt, sich auch mal wieder zu bewegen. Das Beste an der ganzen Sache ist, dass es auch eine kleine Sauna hat und das ist echt entspannend nach dem Training.

Der nächste Punkt ist nicht so erfreulich. Mein „guter“ Ford Taurus ist dem Ende nahe. Ich habe ihn vorige Woche in die Werkstatt gebracht um einen Ölwechsel und eine Durchsicht machen zu lassen. Leider hatte der Mechaniker keine guten Nachrichten für mich. Die Maschine an sich ist noch im guten Zustand. Leider sind die Bremsen hinten total runter. Das schlimmste ist allerdings, dass an einem Stoßdämpfer die Feder gebrochen ist und bei tiefen Schlaglöchern in den Reifen stechen könnte. Des Weiteren ist noch irgendwas gebrochen, leider kann ich nicht genau sagen wie es heißt, auf jeden Fall kann bei hoher Geschwindigkeit und einer plötzlich Bremsung, das ganze Hinterrad wegfliegen. Das wäre nicht so angenehm, glaub ich. Naja, jedenfalls kann ich noch auf Arbeit fahren und so ein bisschen, aber weitere Strecken sind mit dem Ford tabu. Jetzt muss ich mich erstmal um ein neues günstiges Auto kümmern, was in einem besseren Zustand ist. Ist nur sehr ärgerlich, dass ich zweimal investieren muss.

Wie ja schon einige wissen, sind wir am Samstag nach Boston gefahren um ein Eishockeyspiel (Boston Bruins vs. Atlanta Thrashers) zu sehen. Wir haben uns um 9Uhr am Morgen auf den Weg gemacht. Natürlich kam es wie es kommen musste und wir standen erstmal eine Stunde im Stau. Die Amerikaner haben uns immer sehr komisch angeschaut, wir vermuten dies hatte damit zu tun, dass wir zu fünft im Auto saßen. Ich glaube das ist hier etwas ungewöhnlich. Auf jeden Fall kamen wir ca. 12:30Uhr in Boston an und haben auch gleich einen Parkplatz in der Nähe des Stadions gefunden. Nur ich und Christian Schmidt wollten das Spiel sehen und die anderen haben derweil Sightseeing gemacht. Ich glaube ca. 12:45Uhr waren wir im Stadion und haben unsere Plätze gefunden. Gerade Richtig, denn 13Uhr ging es los. Wir saßen ganz oben, dass kann man schlecht beschreiben, in einem 16000 Zuschauer Stadion. Ich werde mal ein paar Bilder mitschicken. Ich glaube ca. die Hälfte der Plätze war noch frei, aber es war trotzdem eine geile Atmosphäre. Es läuft zwar nicht so ab wie beim ETC, aber die läute sind trotzdem ganz gut dabei. Das Spiel an sich fing gleicht mit einem Tor für Atlanta an und das erste und der Anfang vom zweiten Drittel waren etwas Langweilig. Als dann Boston noch ein Tor rein bekam, dachte ich schon das ist ja wie beim Zuhause (nichts für ungut). Aber dann erholte sich Bosten wieder und das Spiel wurde besser. Es folgten ein paar Schlägereien auf dem Eis, wobei die Amis voll abgehen und richtig Stolz darauf sind. Sie wollen dass die Spieler sich immer weiter zusammen hauen. Es war auf jeden Fall unterhaltsam. Nach dem zwoten Drittel wollte der Matze mal ein Bier genießen, ihr habt richtig gehört ich habe ganze zwei Drittel ausgehalten, da erklärte mir der Mann am Bierstand, dass im Stadion erst ab 25 Jahren getrunken werden darf. Ein bisschen enttäuscht bin ich wieder zum Platz zurückgegangen. Das letzte Drittel war dann echt Spannend und Stimmungsgeladen. Auf jeden Fall verlor Boston 2 zu 3, wobei das dritte Tor für Atlanta 18s vor Schluss gefallen war. Nach dem Spiel haben wir uns  das Stadion noch angeschaut und waren auch mal bei den Plätzen die 180$ pro Spiel kosten. Ich muss aber sagen, dass ich für meine 47$ (mit Gebühren) und obwohl es ganz oben war, auch sehr gut gesehen habe.

Nach dem Spiel sind ich und Christian erstmal in die Stadt und haben uns einen Überblick über Boston verschafft. Es ist echt eine absolut geile Stadt, nicht zu groß und nicht zu klein. Wir waren uns einig, dass es viel schöner wäre hier zu arbeiten also in Farmington. Jedenfalls haben wir die „Old State Hall“, an der die Boston Tea Party anfing, gefunden. Nach zwei Stunden Stadttour war es auch schon wieder 18Uhr und wir haben uns mit den anderen, welche mit uns gefahren sind und nicht mit beim Spiel waren, wieder getroffen. Dann haben wir noch in einer Sportbar etwas gegessen, zwei Bierchen getrunken und sind wieder nach Hause gefahren.

Eines ist auf jeden Fall sicher, dass war nicht mein letzter Besuch in Boston.

Grüße,

Matthias

 

P.S. Ich hab natürlich das Top Spiel des ETC´s am Freitag im Liveticker verfolgt und war ziemlich neidisch auf die, die im Sahnpark waren. Ich würde gern mal kurze Berichte haben wie die Stimmung beim und nach dem Spiel war. Auf jeden Fall heißt es nächste Saison wieder zweite Bundesliga wir kommen!

2 Kommentare 2.4.07 13:38, kommentieren

zweite Woche

Hi,

wie schon im letzten Artikel geschrieben braucht man hier unbedingt ein Auto, daher bin ich am Montag (19.3.07) wieder aufs Social Security Department um meine „Sozialversicherungsnummer“, ohne die hier gar nix geht, ab zu holen. Ich bekam sie auch gleich, daher sind ich und Anett, auch eine Praktikantin, am Dienstag zum Department of Motor Vehicle  gefahren. Zuerst muss man sich den Europäischen Führerschein in einen Connecticut Führerschein umschreiben lassen um das Auto anmelden zu können. Nach langem warten und einem Sehtest hielt ich ihn dann endlich in meinen Händen. Weitere zwei Stunden später bekam ich auch meine Nummernschilder und meiner ersten Autofahrt im eigenen Auto stand nix mehr im Weg. Hierzu muss ich sagen, dass ich mit dem EU-Führerschein in den USA schon Autofahren darf, aber kein Auto anmelden kann. Ihr seht es gibt nicht nur Bürokratie in Deutschland. Im Übrigen durften wir die ganze Anmeldung usw. während der Arbeitszeit machen. Am Nachmittag hab ich die Nummernschilder gleich ans Auto geschraubt und los ging die Fahrt. Eine Stunde hab ich die Gegend erkundet und es hat voll Spass gemacht. Wie nicht anders erwartet, quietscht und klappert mein „kleiner“ Ford an allen Ecken und Enden, aber er fährt J ! Soweit so gut, alles lief und es gab keine Probleme. Am Donnerstagmorgen wollte ich dann wieder auf Arbeit und steig, noch etwas verschlafen, in den Taurus ein und will ihn starten, siehe da er gab keinen Laut von sich. Etwas irritiert probierte ich es gleich noch mal und sah auch schon, dass das Licht im Auto an Helligkeit abnahm. Na klar die  Batterie, kam mir auch gleich in den Sinn. Also einen anderen Praktikanten angerufen, den Christian, und der kam auch gleich Vorbei um mir Starthilfe zu geben. Aber Pusteblume, außer einem krächzen war nix rauszuholen. Naja, dachte ich hilft nix, erstmal auf Arbeit. Wie ihr ja wisst bin ich nun nicht gerade der mit viel Erfahrung mit Autos. Aber für mich klang das krächzen nach dem Anlasser und für Christian übrigens auch. Als ich die Geschichte auf Arbeit erzählt habe wurde ich gleich an einen Autofreak weiter empfohlen, welcher meinte: erstmal neue Batterie und beten das es nicht der Anlasser ist! Gesagt, getan, nach der Arbeit gleich zum Wallmart und ne neue Batterie gekauft und eingebaut. Gleich beim ersten Start schnurrte das Auto wie ein Kätzchen und gleich mit. Da hatte ich echt noch mal Glück gehabt.

Da das Auto nun wieder lief, wurde der Freitagabend geplant. Ein Mitarbeiter in meinem Büro, der Mick, hat eine Band und mich und alle Praktikanten zu einem Auftritt in einem Pup eingeladen. Klang gut, deshalb hab ich gleich allen Bescheid gesagt und mich als Fahrer angeboten. Bis ich am Abend alle eingesammelt hatte, wir waren fünf Personen im Auto, verging eine Stunde. Als wir ankamen sah man sofort, dass es ein Metallclub war und nur ca. zwanzig weitere Personen da waren, ca. acht von ihnen ebenfalls Trumpf Mitarbeiter. Aber es wurde ein geiler Abend, die Band spielte von the Doors über Jimmy Hendrix alles und wir tanzten. Um zwei war dann Schluss und wir machten uns auf den Nachhauseweg.

Am Samstag hieß es wieder 7.30Uhr raus, denn fünf von den Praktikanten (auch ich), wollten einen Trip machen. Es ging erstmal Richtung Süden nach Mystic ins Marinelife Aquarium. Dort konnte man Robben, Wale und andere Meeresbewohner bestaunen. Ich muss sagen es war wirklich schön, ich konnte sogar einen Seestern anfassen. Es war viel für Kinder zu sehen und selbst ich kam nicht aus dem Staunen heraus. Danach sind wir noch nach New London gefahren und haben uns die „Altstadt“ angeschaut, welche für amerikanische Verhältnisse, wirklich alt erschien. Im Übrigen haben wir auch das Meer gesehen und wollten auf einen alten Leuchtturm. Dieser war aber geschlossen und nur ca. 10m hoch, war aber trotzdem eine schöne Gegend. Noch mal was am Rande, wir sind selbst zum Opfer einen Hightech Navigationssystems geworden. Der Fahrer (Michael) hatte sich nämlich eins von der Gastfamilie geborgt und es funktionierte den ganzen Tag äußerst zuverlässig. Als wir am Abend auf dem Nachhauseweg noch mal zu „Ruby Tuesday“ (bessere Fastfoodkette) wollten und dies eingaben, hat uns das verdammte Ding in einen Wald geführt und plötzlich im nirgendwo gesagt: „Sie haben ihr Fahrtziel erreicht“. Wir konnten zum Glück nur drüber lachen, sind umgedreht und haben uns was anderes gesucht. Das war mein erster Trip in den USA und hat mir sehr viel Spaß gemacht. Mal sehen was nächste Woche so anliegt ?!

Bis dahin viele Grüße an alle und schreibt mal so was in der Heimat abgeht!

Matthias

4 Kommentare 25.3.07 19:54, kommentieren

Hallo zusammen,

 

wie versprochen werde ich euch ein wenig berichten wie es mir in den USA so ergeht.

Als erstes einmal bin ich gut angekommen. Der Flug war ehrlich gesagt nicht so gut wie der nach Neuseeland. Ich hatte nicht so viel Beinfreiheit und auch sonst war es ziemlich eng, dafür war er aber nicht so lang. Als ich ankam hab ich gleich eine Reservierung für den Bus geholt. Eine Stunde später sollte er fahren, durch den dichten Verkehr wurden es zwei Stunden. Naja, wenigsten fuhr er J. Nach drei Stunden war ich dann am Busbahnhof in Farmington angekommen und keine Minute später kam auch schon Wendy. Sie ist meine Host Mom, d.h. ich wohne bei ihr. Da ich Hunger hatte gab es erstmal einen Burger, danach fuhren wir zu meinem neuen Zuhause für die nächsten sechs Monate. Es ist ein Reihenhaus mit sechs Einheiten und je zwei Geschossen. Ich hab mein eigenes Zimmer mit TV, welches sehr schön ist wie auch der Rest des Hauses. Die Regeln sind einfach, wir leben quasi in einer WG. Die einzige wichtige Regel, welche mir gleich bekannt gegeben wurde: „Don´t touch my beer à Hände weg von meinem Bier“.

Ich wohne hier mit Wendy allein. Sie ist ca. Mitte Vierzig und ziemlich lustig drauf. Meistens ist sie gar nicht da, von daher bin ich oft allein.

Am Mittwoch hatte ich noch frei, daher schlief ich erstmal aus. Als ich aufwachte schien die Sonne und ich beschloss erstmal die Gegend zu erkunden und ein Telefon zu suchen. Die Gegend erkunden klingt ziemlich gut, heißt aber lediglich das ich die Hauptstraße rauf und runter ging. Dazu muss ich gleich sagen, dass es hier kaum Fußwege gibt und ich bei meinem drei Stunden Spaziergang keinen anderen Fußgängern begegnet bin. Das Wetter war so schön (geschätzte 18°Celsius), dass ich nur im Pullover rum gelaufen bin. Den Rest des Tages verbrachte ich mit Auspacken und Fernsehen.

Als um 6.20Uhr mein Wecker klingelte wurde mir bewusst, dass dies mein erster Arbeitstag war. Ich wurde von einem Mitpraktikanten abgeholt, von dem ich auch das Auto gekauft habe. Es ist ein Ford Taurus, welcher 17Jahre alt und etwas rostig ist. Aber na ja das stört ja nicht, solange er fährt. Leider kann ich ihn noch nicht fahren, da ich erst eine so genannte „Social Security Number“ brauche mit der ich meinen Führerschein in einen Amerikanischen Führerschein umschreiben lassen kann und dann erst das Auto anmelden kann. Das dauert also noch ein paar Tage.

Der erste Arbeitstag begann mit Rundgängen und Bekannt machen in der Abteilung. Die Kollegen in meiner sind alle sehr nett und ziemlich lustig. Mein Chef ist ein Deutscher, schwer beschäftigt, aber hat immer Zeit für Fragen. Der Rest des Tages war wieder ziemlich langweilig und wurde mit Fernsehen gefüllt. Am zweiten Tag bin ich mit ein paar anderen Praktikanten auf das Social Security Department gefahren um die besagte Nummer zu beantragen. Am Abend wollten alle Praktikanten etwas trinken gehen, aber gegen Mittag fing es an zu schneien und hörte gar nicht wieder auf. Das Verkehrschaos war natürlich Perfekt und wir mussten das Bier absagen, da alle etwas weiter auseinander wohnen und keiner mit dem Auto auf die Straße wollte. Das hieß für mich wieder ein Abend vor dem FernseherL!

 Am Samstag hatte es endlich aufgehört zu schneien und die Straßen waren auch frei, so beschlossen wir mal was zu unternehmen. Wir (Praktikanten) fuhren in ein Kaffee und unterhielten uns, wir kennen uns ja alle nicht wirklich. Danach gab es noch ein zwei Bier im Deja Vu, der Stammkneipe der TRUMPF Mitarbeiter und dann war der Tag auch schon wieder rum.

Der Sonntag begann sonnig belief sich aber wieder nur auf Fernsehen da Christian, der einzige der schon einen Connecticut Führerschein und ein Auto hat, keine Zeit hatte.

Auf jeden Fall bin ich froh wenn ich endlich mein Auto fahren darf, mir fällt nämlich langsam die Decke auf den Kopf. Man kann hier absolut nix machen ohne Auto, es ist alles so weit auseinander, dass man es nicht erlaufen kann. Naja bald ist es ja soweit.

Das war es erstmal von mir, wenn wieder was passiert schreib ich es.

Bei Fragen steh ich gern zur Verfügung!

Grüße,

Matthias

 

P.S. Hier noch mal meine Kontaktdaten:

Email:               matthias.graupner@us.trumpf.com  (email auf Arbeit, da kann ich schneller antworten)

Adresse:           Matthias Graupner

                        10 Cianci Avenue

                        Unit 5

                        Plainville

                        CT 06062

                        U.S.A

Handy:             +1 860 869 398 1

Arbeit:              +1 860 255 6268

 

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